Beratung

Die Erstberatungsgespräche

Nach unseren Besuchen in Nürnberg und Poing waren wir richtig motiviert! Wir haben mit einigen Vertretern in den Musterhäusern Kontaktdaten ausgetauscht und im Anschluss daran Termin zu einem unverbindlichen Erstberatungsgespräch ausgemacht. Diese dauerten bei allen ca. 2 Stunden und fanden größtenteils bei uns zu Hause statt. Das fanden wir natürlich super, mit 3 Kindern ist es gar nicht so leicht mal eben für einen 2 Stunden Termin nach Nürnberg oder Poing zu fahren. Und es kommt noch besser, für die meisten der Vertreter/-innen war auch ein Termin um 20 Uhr kein Problem. Das war Top! Die Kinder waren im Bett und wir konnten uns beide wirklich auf das Beratungsgespräch konzentrieren.

Inhalte

Generell kann man die Inhalte der Gespräche eigentlich über alle Anbieter ganz gut zusammen fassen. Es ging darum was wir uns vorstellen, welche Räume wir gerne wo hätten und was uns eben so gefällt. Zusätzlich haben wir noch über die gewünschte Ausstattung grob gesprochen und allgemeine Fragen zur Bemusterung und zur möglichen Lieferzeit gestellt. Um uns in den Gesprächen Zeit zu sparen, haben wir vorher schon mal unsere Vorstellungen zusammen mit den Maßen des Grundstücks und dem Bebauungsplan per Mail verschickt. Das hat sich echt bezahlt gemacht und uns bei den Gesprächen einiges an Zeit gespart. Dazu haben wir uns einige Fragen vorher notiert, darunter z.B.:

  • Wird ein Keller mit angeboten
  • Wandaufbau und -dicke
  • Liefer- und Bauzeit
  • Welche Smart Home Ausstattung gibt es
  • Sind Rollläden inklusive
  • Garantie
  • Ist eine Vorbemusterung vor Vertragsunterschrift möglich
  • Wie lange wird die Bemusterung dauern und wo findet diese statt
  • Was sind die nächsten Schritte

Die Gespräche

Wir hatten uns die Gespräche so vorgestellt: Der Berater bzw. die Beraterin hat sich unsere Vorstellungen und den Bebauungsplan angesehen und kommt entsprechend vorbereitet mit einer ersten Umsetzungsidee. Wir besprechen diese zusammen, zeichnen ein wenig auf dem Plan herum und reden über die Ausstattung. Nach dem Gespräch erhalten wir eine erste Preisindikation. Aufgrund der 2020 angepassten Förderungen würden wir gerne KFW 40+ bauen und hatten uns auch hier eine entsprechende Beratung vorgestellt. So viel zur Vorstellung, jetzt zur Realität 🙂

Den Kontakt zu Hanse Haus haben wir von unseren Nachbarn bekommen. Der Berater war an sich sehr nett und offen, hatte sich unsere Ideen grob angesehen, allerdings nichts vorbereitet. Für eine Planung wurden wir auf einen Architekten verwiesen, der Preis dafür ist vorher zu bezahlen und wird bei einem Vertragsabschluss gut geschrieben. Wir sind dann unsere Wünsche durch gegangen und der Kollege hat in seinem Tool alles kalkuliert. KFW 40+ bauen sie wohl nicht so gerne, da es eher aufwendig ist. Am Ende hat er uns einen Preis genannt. Unsere Fragen wurden beantwortet, der Funke ist allerdings nicht über gesprungen.

Auf Kampa sind wir über direkte Kontakte aus der Verwandtschaft aufmerksam geworden, die kürzlich mit Kampa gebaut hatten und positive Erfahrungen gemacht haben. Passend dazu haben wir in Poing einen sehr netten Berater kennen gelernt. Der durchweg positive Eindruck wurde auch im Beratungsgespräch wieder bestätigt. Er hat sich erst einmal in unserer derzeitigen Wohnung umgesehen und ein paar Fragen dazu gestellt. Wie erwartet, war er vorbereitet, hatte einen Plan dabei in welchem unsere Wünsche berücksichtigt wurden und ist diesen mit uns gemeinsam durch gegangen. Da Kampa nur KFW 40 baut, sieht er hierbei auch mit Keller kein Problem. Allgemein hat uns das Firmenkonzept richtig gut gefallen. Danach wurden alle Fragen kompetent beantwortet und wir haben ihn nach ca. 2,5 Stunden mit einem guten Gefühl wieder verabschiedet.

Haas

Bei der Firma Haas hatten wir schon in beiden Musterhausparks gute Erfahrungen mit den Beratern und Beraterinnen gemacht. Der Eindruck hat sich in dem Beratungsgespräch auf jeden Fall bestätigt. Die Beraterin war gut vorbereitet und hat all unsere Fragen kompetent beantwortet. Sie hat auch hier während des Gesprächs ein paar Skizzen gemacht, allerdings nicht so sehr für den Grundriss, sondern eher um uns Dinge generell zu erklären. Bei Haas gibt es wohl im Moment einige Änderungen, z.B. eine neue Preisliste und grundlegende Veränderungen im Garagenbau. So wie auch Kampa, arbeitet Haas bei Fertigkellern mit der Firma Knecht zusammen. Die tollen Lichtfluter im Keller würden wir über Haas ebenfalls bekommen. Nachdem wir schon in der Musterhäusern einen sehr guten Eindruck hatten und auch das Gespräch super war, ist Haas auf jeden Fall ein Kandidat für uns.

Bien Zenker

Scroll doch nochmal ein bisschen nach oben, bis zu Hanse Haus. Fällt dir auch was auf? Wir finden die beiden Logos sehen sich ein wenig ähnlich, zumindest von den Farben. Das ist vermutlich reiner Zufall, auch wenn beide Unternehmen dem gleichen Konzern angehören. Genauso wie auch Living Haus. Wer sich den Artikel über Bien-Zenker bei Wikipedia durchliest, merkt schnell, dass das Unternehmen eine bewegte Geschichte mit einigen Eigentümerwechseln hinter sich hat. Aktuell gehört es wohl zur Private-Equity-Gesellschaft Equistone in England.

Aber nun zum eigentlichen Gespräch: Auch hier hatten wir eine sehr nette Beraterin die uns kompetent unsere Fragen beantwortet und einige Ideen mit eingebracht hat. Der Termin ging von 20 bis 22:30 Uhr und die Dame musste danach noch mehrere Hundert Kilometer heim fahren. Wir haben anhand eines Hausbeispiels im Katalog unsere Wünsche durch gesprochen und Anpassungen gemacht. Aufgrund der vorher von uns verschickten Informationen, hatte sie direkt ein Angebot mit dabei, in welchem die einzelnen Position aufgelistet und mit einem Preis versehen waren. Ein Nachteil ist allerdings die weite Entfernung der Bemusterung. Eigentlich ist es uns schon wichtig vor der Vertragsunterschrift die Bemusterung anzusehen um uns einen Eindruck zu verschaffen. Das könnte mit den Kindern, die kleinste mag Autofahren so gar nicht, etwas schwierig werden.

Schwörer Haus

Auf Schwörer Haus hatten wir eigentlich große Hoffnungen gesetzt. Zum einen hat uns die Werbung für die gute Wohngesundheit und die generelle Firmenphilosophie sehr angesprochen. Zum anderen haben wir eine Reportage über Schwörer Haus gesehen, welche uns sehr beeindruckt hat. Generell findet man im Internet sehr wenig Vergleiche von Hausbaufirmen, geschweige denn ein Vergleichsportal wie man das von anderen Branchen kennt. Aber in den beiden Bewertungen die wir gefunden haben, hat Schwörer Haus beides mal gut abgeschnitten. Wir möchten diese hier nicht verlinken, da wir den Verdacht haben, dass diese Tests nicht unabhängig durchgeführt, oder Testergebnisse erkauft wurden.

Naja ums kurz zu fassen, es war ein totaler Reinfall. Wenn wir es nicht besser wüssten, würden wir sagen der Berater wollte uns kein Haus verkaufen. Vielleicht sind die Auftragsbücher voll, vielleicht passen wir nicht in seine Kundenzielgruppe, wir wissen es nicht. Es ging schon damit los, dass er keinen Termin bei uns machen wollte (obwohl er mit Abstand den kürzesten Weg hatte).

Also ist Torsten zu ihm hin gefahren. Da wurde mir dann auch klar, warum der Termin nicht bei uns sein konnte, der Begriff Laptop oder Notebook ist bei dem Berater von Schwörer Haus wohl noch nicht bekannt 🙂 Er war nicht vorbereitet, hatte die vorher zugesandten Unterlagen nicht angesehen, hat Torsten auf ein Haus im Katalog verwiesen was eigentlich gar nicht gepasst hat. Nach ein paar oberflächlichen Fragen, hat er dann nach unserer Preisvorstellung gefragt. Auf die Antwort meinte er nur, dass ist bei weitem nicht realistisch. Torsten hat das Gespräch dann nach nur ca. 20 Minuten abgebrochen. Reine Zeitverschwendung! Schade!

Finger Haus

Erkenntnis des Gesprächs: Auch eine Online Beratung kann gut funktionieren!

Wir hatten wieder einen Termin um 20 Uhr vereinbart, und wie die meisten anderen hatte auch der Berater von Finger Haus eine etwas weitere Anreise. Da es nachmittags heftig anfing zu schneien, haben wir den Termin kurzfristig in eine Online Beratung umgewandelt. Kein Problem, auf der Arbeit machen wir das schließlich auch oft so. Wir haben uns also eingeloggt und konnten Remote seinen Bildschirm sehen. Dort hat er erst mal mit Hilfe des Bayern Atlas das Grundstück vermessen und das Gefälle bestimmt, ja das geht online!

Danach haben wir uns Häuser in seinem Programm angesehen, dort Grundrisse und Ideen diskutiert, und am Ende sogar ein paar primitive Zeichnungen in Paint gemacht.

Alles in allem war auch dieses ein sehr nettes und kompetentes Gespräch. Leider ist auch hier diese Firma sehr weit entfernt.

Fazit

Hier möchten wir nochmal ein paar grundlegende Erfahrungen der Beratungsgespräche zusammenfassen.

  • Termin bei uns zu Hause, meist spät abends kein Problem
  • Nahezu alle freundlich und kompetent. Trotz des Baubooms, scheint man sich nach wie vor sehr um Kunden zu bemühen.
  • Wir haben von allen Anbietern eine erste grobe Preisschätzung bekommen
  • Dauer ca. 2 Stunden
  • Viele Fragen, viele Antworten
  • Wir haben ein Dokument mit unseren Vorstellungen und dem Bebauungsplan vorab verschickt, was sehr hilfreich war
  • Generell wurde offen und ehrlich mit den Kosten und der Bauzeit umgegangen. Keiner hat versucht uns etwas offensichtlich nicht machbares zu versprechen.
  • Die Gespräche lohnen sich, auch mit mehreren Firmen. Bei jedem bekommt man wieder neue Ideen, einen anderen Blickwinkel und lernt etwas dazu!

2 Gedanken zu „Die Erstberatungsgespräche

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