Bau

Feuchtigkeit, der Schrecken aller Bauherren

Bisher konnten wir uns wirklich nicht beschweren, alles lief super auf der Baustelle, vom ersten Aushub bis zum Innenausbau. Die Handwerker sind zu den vereinbarten Terminen gekommen und die Baustelle geht wirklich richtig schnell voran. Klar, ein paar kleine Probleme gibt es immer, aber die wurden von Haas und vor allem von unserem Bauleiter Manni umgehend behoben. Unser Sachverständiger von der DEKRA war auch mit allem sehr zufrieden. Jetzt haben wir allerdings gleich zwei große Probleme, die uns wirklich Kopfzerbrechen bereiten. In beiden Fällen ist Wasser da, wo es eigentlich nicht sein soll.

Schimmel auf dem Dachboden

Die Balken und Sparren sind nass, auf dem Boden stehen richtige Wasserpfützen und auch die Dämmung ist durchgeweicht.

Über Weihnachten haben wir mit einer Heizkanone den Keller zum trocknen aufgeheizt. Nach Neujahr hat Torsten dann zufällig mal in den Dachboden gesehen und bemerkt, dass dort alles total nass ist. Wir haben dann den Bauleiter angerufen, der ist gekommen und die Ursache wurde relativ schnell auf ein nicht verschlossenes Entlüftungsrohr fest gelegt. Dazu wurde die Dämmung an den Dachseiten (man sieht es im Bild oben) nicht richtig angebracht, vor allem an den Ecken hängt diese runter und dadurch kann warme Luft nach oben kommen. Die luft- und wasserdichte Überspannbahn müsste am Giebel eigentlich aufgeschnitten und umgeklappt werden, damit ein entsprechender Luftaustausch gewährleistet ist. Beides wurde nicht gemacht.

Unser Bauleiter hat dann die Subfirma die das Haus aufgestellt hat beauftragt die Mängel zu korrigieren. Die sind allerdings über Wochen nicht gekommen. Nach wiederholtem Nachfragen bei Haas waren sie dann doch noch da und haben zumindest die Unterspannbahn aufgeschnitten. Allerdings nicht umgeklappt.

Immer noch nass

Dann wurde die Bodentreppe ab geklebt für das Estrich Aufheizprogramm. Zu diesem Zeitpunkt dachten wir noch, dass die Bahn korrekt aufgeschnitten war. Nach dem Aufheizen ist Torsten dann hoch um nach zu sehen und dann kam die böse Überraschung. Es war wieder alles nass und an den Sparren ist deutlich Schimmel zu sehen. Wieder Anrufe bei Haas, wieder sollte die Subfirma kommen, wieder ist nichts passiert. Erst nach einer Mail und einer klaren Ansage am Telefon, dass wir einen Vertrag mit der Firma Haas haben und wir verlangen, dass die Mängel direkt von Haas beseitigt werden ist was passiert. Das ganze hat sich über 2 Monate gezogen in denen wir Feuchtigkeit im Dachboden hatten.

Der Bauleiter hat dann selbst alles untersucht, hat die Decke teilweise von oben geöffnet und bemerkt, dass auch dort die Dämmung teilweise nicht richtig angebracht ist, speziell zwischen den Entlüftungsrohren. Daraufhin ist ein Bautrupp von Haas erschienen um die nasse Dämmung auszutauschen und alles fachgerecht wieder herzustellen. Der Schimmel wird behandelt und abgesaugt und die Flecken werden anschließend abgeschliffen. Die Überspannbahn wurde ordnungsgemäß aufgeschnitten um umgeklappt. Man merkt jetzt schon eine deutliche Reduzierung der Feuchtigkeit. Wie sich das allerdings weiter entwickelt, und was das nächste mal passiert, wenn es außen sehr kalt ist und wir innen heizen, werden wir wohl erst in Zukunft sehen.

Wasser kommt auch von unten

Wir haben zum Keller einen Zugang über eine betonierte Außentreppe. Diese verfügt über einen Sickerschacht, indem das Regenwasser in die Schotterschicht und von dort ins Erdreich versickern soll. Das hat soweit auch alles gut funktioniert. Bis das große Tauen kam. Anfang des Jahres hat es sehr viel geschneit und anschließend sehr viel geregnet. Die Entwässerung vom Haus ist noch nicht an die Zisterne bzw. den Kanal angeschlossen. Das ganze Tau- und Regenwasser ist also in die Baugrube gelaufen und der Kellerabgang stand ca. 10 cm unter Wasser.

Erst dachten wir, dass der Schacht verstopft ist, oder noch zugefroren und haben versucht diesen durchgängig zu machen. Dann haben wir das Wasser abgepumpt und dabei bemerkt, dass es von unten aus dem Sickerschacht wieder hoch drückt. Das bedeutet, unser Haus steht seit Wochen im Wasser. Das ist jetzt ca. 3 Wochen her, und der Sickerschacht ist immer noch genauso voll. Vermutlich läuft das Wasser aufgrund des sehr lehmhaltigen Bodens nicht ab. Aktuell sind wir ratlos was wir da machen können und werden gemeinsam mit unserem Kellerbauer eine Lösung suchen, bzw. die Ursache wieso das Wasser nicht weg läuft. Zum Glück haben wir einen Notüberlauf in die Hebeanlage eingebaut, somit ist zumindest sicher gestellt, dass kein Wasser ins Haus kommen kann.

Wir werden euch auf jeden Fall berichten, wie es mit den beiden Problemen weiter geht!

2 Gedanken zu „Feuchtigkeit, der Schrecken aller Bauherren

  1. Ich fühle mit Euch mit. Und ich wünsche Euch, dass das Wetter bald wärmer wird, damit die Feuchtigkeit wieder entweichen kann. Haltet durch. Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende. 🍀🍀🍀🍀🍀🍀🍀🍀🍀🍀🍀

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